Der Mensch ist der größte Feind der Tier- und Pflanzenwelt

Über 800 Tier- und Pflanzenarten sind weltweit gänzlich ausgestorben und für immer verschwunden. Seit 1966 werden Rote Listen gefährdeter Arten erstellt, um der totalen Vernichtung zu begegnen. Entgegen der Meinung, dass in Zoologischen Gärten und Tierparks Tiere aus freier Wildbahn gehalten werden, bemühen sich diese Einrichtungen heute um die Erhaltung der Populationen durch Zuchtprogramme, die weltweit abgestimmt werden.

Auch der Zoo und der Tierpark Berlin unterstützen internationale Erhaltungszuchtprogramme, in denen stabile Reserve-Populationen aufgebaut werden, die dazu dienen, bei Bedarf wieder ausgewildert zu werden. Auch wenn nur die Freiheit letztlich der beste Lebensraum für Tiere ist, so würden ohne die Bemühungen der Zoos einige Arten nicht mehr existieren.

So zum Beispiel der Wisent und das Przewalskipferd im Tierpark Berlin. Das Przewalskipferd, ein mongolisches Wildpferd, ist die einzige Unterart des Wildpferds, die in ihrer Urform bis heute überlebt hat. Das letzte freilebende Przewalskipferd wurde 1969 gesehen, danach galt es als ausgestorben. Das Wildpferd ist glücklicherweise erhalten geblieben, da einige Zoos die Art in Gefangenschaft weiterzüchteten. In mehreren Initiativen wird inzwischen versucht, Przewalskipferde in freier Wildbahn auf den Steppen der Mongolei wieder zu etablieren.

Im Tierpark Berlin ist im Affenhaus eine Ausstellung zu sehen, die anschaulich darstellt, wie Artenschutz in Zoos durchgeführt wird und warum Artenschutz so wichtig ist. Leider gibt es weltweit immer noch Menschen, die durch den Verkauf von beliebten Fellen oder Elfenbein ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen. Und leider gibt es immer noch skrupellose Menschen, die durch den Verkauf dieser Luxusgüter viel Geld verdienen. Neben der Bekämpfung der Wilderei bei „The Big Five“ (Elefanten, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard), ist die Aufklärung in den entsprechenden Ländern enorm wichtig. Text und Fotos: Klaus Tolkmitt (Thema wird fortgesetzt)

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