Über 800 Tier- und Pflanzenarten sind weltweit gänzlich ausgestorben und für immer verschwunden. Seit 1966 werden Rote Listen gefährdeter Arten erstellt, um der totalen Vernichtung zu begegnen. In Deutschland ist Artenschutz Teil des Naturschutzes. Neben dem Schutz von Populationen einzelner Arten geht es um den Schutz ganzer Lebensräume (Biotope, Ökotope). Nur Artenschutz und Biotopschutz gleichermaßen können das Artensterben letztlich verhindern.

So zum Beispiel die Strahlenschildkröte, sie lebte schon vor mehr als 100 Millionen Jahren auf unserem Planeten, vornehmlich auf Madagaskar und hatte keine natürlichen Feinde. Nun ist diese Landschildkröte, die bis zu 80 Jahre alt werden kann, vom Aussterben bedroht, weil ihr natürlicher Lebensraum zerstört wurde und der Mensch sie als vermeintliche Delikatesse zum Verzehr anbietet.

Ihr Merkmal, daher auch der Name, sind strahlenförmig nach Außen verlaufende gelbe Linien auf dem Panzer. Sie besiedeln Gebiete mit niedriger, dichter Vegetation. Der Hauptanteil ihrer Nahrung besteht aus Gräsern und Früchten. Im Tierpark Berlin sind einige Strahlenschildkröten im Affenhaus zu bewundern. Sie sind dort vor Wilderei und Ausrottung geschützt und tragen dazu bei, die Art zu erhalten. Text und Foto: Klaus Tolkmitt

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