Widerstandskämpfer gab dem Platz seinen Namen

Bereits 1912 gab es im Berliner Ortsteil Charlottenburg für die Bewohner im Mierendorff-Kiez eine Grünanlage, die für die Freizeit und zur Erholung genutzt wurde. Der Platz hieß bis 1950 Gustav-Adolf-Platz. Danach wurde er umbenannt nach dem SPD-Reichstagsabgeordneten, Sozialwissenschaftler, Schriftsteller und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime, Carlo Mierendorff.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Platz zunächst für Kleingärten genutzt. 1951 erfolgte wieder der Umbau zur Grünanlage. Mit dem Bau des U-Bahnhofs in den 70er Jahren erhielt der Mierendorffplatz sein früheres Aussehen. Dabei wurden Brunnen, Bänke, Tore und Lampen originalgetreu nachgebildet.

Heute ist der Platz im Gegensatz zu den prächtigen Parkanlagen eher funktional und anspruchsvoll, mit einem Spielplatz, einem Blumengarten und einem Springbrunnen gestaltet. Die Anlage wird durch Platanen eingefasst. Mittwochs und samstags wird auf der südlichen Platzhälfte ein Wochenmarkt aufgebaut. Zudem ist der Mierendorffplatz ein verkehrsreicher Verbindungspunkt der U-Bahn-Linie 7 und der Buslinien M27 und 109. Text und Foto: Klaus Tolkmitt

 

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