Zum Jahrestag der Wiedervereinigung ein Geschenk aus Korea

Im Schatten der kompakten Büro- und Geschäftstürme am Potsdamer Platz in Berlin-Mitte fällt der kleine bunte Pavillon erst auf den zweiten Blick auf. Er ist dem traditionellen Pavillon Sangnyangjeong des Königspalastes nachempfunden, der in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul steht.

Deutschland erlebte 1990 die Wiedervereinig, Korea dagegen ist seit 1945 noch immer in das heutige Nord- und Südkorea geteilt. Der koreanische „Pavillon der Einheit“ am Potsdamer Platz (Richtung Tilla-Durieux-Park) war zum 25. Jahrestag der Deutschen Wiedervereinigung ein Geschenk der Koreaner, die die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben, eines Tages auf ihrer Halbinsel auch friedlich zusammenleben zu können.

Mag der Standort des sechseckigen Pavillons ein wenig fremd wirken, doch der koreanischen Botschaft war der Platz in der Nähe der ehemaligen innerdeutschen Grenze besonders wichtig, weil hier die Spuren der ehemaligen Mauer nicht nur für die Teilung der Stadt und das Land stehen, sondern auch für die Wiedervereinigung. Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

 

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