Aus Tanzpalast wird ein hochmodernes Filmtheater

Marmorsäulen, Schmuckvasen und steinerne Löwen zieren den Eingang und lassen den Delphi-Filmpalast in der Kantstraße in Berlin-Charlottenburg wie einen Tempel aussehen. Ursprünglich war das Gebäude aus den 20er Jahren ein Tanzlokal, in dem herausragende Tanzorchester wie die von Teddy Stauffer und Heinz Wehner auftraten. Nach dem Krieg übernimmt Walter Jonigkeit, eine der großen Persönlichkeiten der Berliner Kinogeschichte, das stark beschädigte Gebäude und baut es 1949 zum hochmodernen Filmtheater mit einer Mega-Leinwand und 1.200 Sitzplätzen um.

Das Delphi wird zu einem der schönsten Kinos in Berlin und 1952 auch zum Austragungsort der kurz zuvor ins Leben gerufenen Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale).

Heute ist der DELPHI FILMPALAST ein beliebtes Uraufführungstheater und Berlinale-Kino, in dem noch Filme in 70mm-Format gezeigt werden. Zu sehen sind in dem Saal mit über 600 Plätzen aktuelle Arthouse-Produktionen sowie deutsche und internationale Premieren und Sonntagsmatineen. Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

 

 

 

 

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