„Grün Berlin“ will Kunst, Kultur und Natur miteinander vereinen

Wer im Plänterwald in Berlin-Treptow an der Spree entlang spazieren geht, kommt zwangsläufig am ehemaligen Spreepark vorbei, der zu DDR-Zeiten VEB Kulturpark Berlin hieß. Der einzige ständige „Rummelplatz“ in Berlin wurde 1969 eröffnet und erfreute sich großer Beliebtheit bei Groß und Klein.

Heute erinnern noch einige wenige verstaubte und verrostete Fahrgeschäfte und ehemalige Attraktionen an den beliebten Freizeitpark, der nach der Wiedervereinigung 1992 privatisiert und wieder eröffnet wurde, aber bereits 2001 die Tore für immer schloss. Nachdem der Plänterwald unter Landschaftsschutz gestellt wurde, gab es keine Möglichkeiten mehr zum Ausbau und Modernisierung der Anlage. Der Betreiber bemängelte den Rückgang der Besucher und meldete schließlich Insolvenz an. Von nun an fristete der Park ein Dornröschendasein und die Natur eroberte sich das Areal zurück.

Seit 2014 gehört der Spreepark wieder dem Land Berlin und wird durch die „Grün Berlin“ verwaltet. Bei einer Führung kann man das Gelände, das inzwischen mit einem hohen Zaun eingefriedet ist, wieder betreten und gleichzeitig erfahren, wie es in Zukunft gestaltet werden soll. Der Park soll aus einer Mischung „Kunst, Kultur und Natur“ unter Einbeziehung einiger alter Freizeiteinrichtungen neu entstehen und für alle Bevölkerungsschichten zugänglich gemacht werden. Dabei wird das 45 Meter hohe Riesenrad eine zentrale Rolle spielen. Es war einst das größte seiner Art in Europa. Aber auch das ehemalige 360° Kino, Teile der Achterbahn, das Tassenkarussell und Restaurationsbetriebe werden in die Planungen mit einbezogen. Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

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