Artenschutzprogramm rettet Bartgeier vor dem Aussterben

Mit seiner riesigen Spannweite von knapp drei Metern zählt der Bartgeier zu den größten flugfähigen Vögeln der Welt. In Europa sind alpine Bergregionen von 1500 bis 3000 Meter Höhe der Lebensraum des Bartgeiers, der Anfang des 20. Jahrhunderts als ausgestorben galt. Die Menschen der Region hatten Angst um ihre Lämmer und Gämsen und bejagten den Greifvogel.

Inzwischen ist bekannt, dass sich der Geier von Aas aber überwiegend von Knochen ernährt. Der Bartgeier hat eine wichtige Funktion für das Ökosystem und wird inzwischen als Hygienepolizei der Natur betrachtet. 1978 wurde ein international koordiniertes Projekt mit Finanzierung von WWF und der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft ins Leben gerufen. Ziel dieses Artenschutzprojektes war es, ausschließlich in Menschenhand geschlüpfte Jungvögel nach mehr als 100 Jahren wieder in den Alpen anzusiedeln. Der weltweite Bestand ist zwar nicht bedroht, doch in Europa wird ihre Art nach wie vor als gefährdet eingestuft, da ist es schön anzusehen, dass einige Bartgeier wieder über den Gipfeln der Die vorerst letzte Freilassung von in Tierparks und Zoologischen Gärten aufgezogenen Bartgeiern fand 2018 im Nationalpark Hohe Tauern in Österreich statt.

Auch der Tierpark und der Zoo Berlin beteiligen sich am Artenschutzprogramm und haben von 1988 bis heute 18 der im Tierpark Berlin geschlüpften Bartgeier in den Alpen und Andalusien erfolgreich ausgewildert.

Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

Nach oben