Die Goldkröte aus dem Regenwald ist ausgestorben

Auf der internationalen „Roten Liste“ der bedrohten Arten finden sich inzwischen über 850 Tier- und Pflanzenarten, die ausgestorben sind. Die größte Schuld daran hat der Mensch, der durch sein Eingreifen in die Natur maßgeblich dazu beigetragen hat.

Ein Beispiel ist die Goldkröte, die 1989 letztmalig als Einzelfund gesichtet wurde. Sie lebte in einem nur wenige Quadratkilometer großem Gebiet im Regenwald Costa Ricas. Möglicher Faktor für das Aussterben ist das extrem kleine Verbreitungsgebiet, welches die Wahrscheinlichkeit des Aussterbens durch äußere Einflüsse erheblich erhöht. Fachleute nehmen an, dass hierbei die globale Erwärmung durch Veränderungen der Witterungsbedingungen in der Region eine Rolle spielt. Auch die Fortpflanzungsbiologie der Goldkröte, vor allem die kurze Laichzeit, machte die Art anfällig. Wenn es in dieser Phase zu allzu heftigem Starkregen kam, wurden die Larven aus den Laichgewässern an Land gespült und verendeten. Waren die Niederschläge dagegen zu gering, trockneten die Gewässer vorzeitig aus. Ein solches Jahr war 1987, als ein Großteil der Kaulquappen wegen der Trockenheit nicht zur Metamorphose gelangte.

Im Jahre 2004 wurde die Art als ausgestorben erklärt. In Deutschland ist Artenschutz Teil des Naturschutzes. Neben dem Schutz von Populationen einzelner Arten geht es um den Schutz ganzer Lebensräume (Biotope, Ökotope). Nur Artenschutz und Biotopschutz gleichermaßen können das Artensterben letztlich verhindern. Moderne Zoos spielen eine immer wichtigere Rolle im Artenschutz und dem Erhalt von Arten. So unterhält auch der Tierpark Berlin Verbindungen zu internationalen Zooverbänden und wissenschaftlichen Einrichtungen, um Erhaltungszuchtprogramme zu koordinieren. Im Tierpark Berlin ist im Affenhaus eine Ausstellung zu sehen, die anschaulich darstellt, wie Artenschutz in Zoos durchgeführt wird und warum Artenschutz so wichtig ist. Text: Klaus Tolkmitt (Thema wird fortgesetzt)

Nach oben