Das „Wrangelschlösschen“ wurde denkmalgerecht saniert

Ehemals als Herrenhaus auf dem Gut Steglitz genutzt, beherbergt das „Wrangelschlösschen“ im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf an der Schloßstraße heute das Schloßparktheater und Räumlichkeiten für Festivitäten. Das Gutshaus ist ein im klassizistischen Stil erbautes Landhaus und wurde für den späteren Justizminister von Friedrich Wilhelm III., Carl Friedrich von Beyme, 1804 erbaut.

Es zählt zu den letzten erhaltenen Bauzeugnissen des preußischen Frühklassizismus und steht unter Denkmalschutz. Ursprünglich befand sich das Gutshaus als repräsentatives Gebäude mitten im Zentrum des alten beschaulichen Dorfes Steglitz, heute dagegen liegt es an einer lärmenden Verkehrsader, die direkt am Haus vorbei geht.

Der Name Wrangelschlösschen geht zurück auf den Oberkommandierenden Feldmarschall Friedrich Heinrich Ernst Graf von Wrangel, der an der Niederschlagung der Deutschen Revolution 1848/1849 beteiligt war. Nach 1850 machte Wrangel des Öfteren einen Sommeraufenthalt in dem Gutshaus in Steglitz. Obwohl es sich um ein Herrenhaus handelte, wurde es aufgrund seiner schönen Erscheinung im Volksmund als Schloss bezeichnet, woraus sich der Beiname Wrangelschlösschen ergab. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte ein Umbau zum Offiziersclub der USA-Militärregierung – Lightning Lounge genannt – sowie eine Anpassung an die Bedürfnisse eines Hotel- und Restaurantbetriebs. Das Gebäude wurde 1958 vom Land Berlin erworben und wird heute vom Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf verwaltet. Von 1992 bis 1995 wurde das Gutshaus denkmalgerecht wiederhergestellt. Hierbei wurden alle Umbauten zurückgebaut, sodass sich das Gutshaus heute wieder in seinem ursprünglichen Zustand befindet. Quelle: Wikipedia, Text und Foto: Klaus Tolkmitt

 

 

 

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