Aktionskünstler gedenkt den Mauer-Opfern

Ein wenig versteckt zwischen den Regierungsbauten an der Spree auf der Schiffbauerdamm-Promenade in Berlin-Mitte gibt es einen „Garten“, der leider nicht ständig zugänglich ist. Das „Parlament der Bäume“ ist ein am 9. November 1990 vom Aktionskünstler Ben Wagin eingerichteter Gedenkort für die Todesopfer an der Berliner Mauer, der 2017 unter Denkmalschutz gestellt wurde.

 

 

Dem Künstler war es dabei wichtig, dass der Gedenkort auf dem ehemaligen Todesstreifen am östlichen Ufer der Spree gegenüber dem Reichstagsgebäude installiert wurde. Dort wurden Bäume gepflanzt, Gedenksteine, Bilder, Teile der Grenz- und Maueranlagen und Granitplatten aufgestellt, auf denen die Jahreszahlen mit den insgesamt 258 Namen von Mauer-Opfern des DDR-Regimes angegeben sind. Ben Wagin wollte aber auch das Verhältnis zwischen Mensch und Natur thematisieren. So steht auf einer bemalten Aussage: „Das Fundament eines gemeinsamen europäischen Hauses muss eine intakte Umwelt sein“. Das Mauermahnmal ist von der Promenade Schiffbauerdamm, von Freitag bis Sonntag von 11–17 Uhr, bei freiem Eintritt zugänglich. Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

 

 

 

 

 

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