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Statt Qualm jetzt Eis zum Genießen

Berlin ist bekannt für seine Vielfältigkeit. Viel Wasser, eine „Grüne Lunge“, historische Gebäude und Plätze, verborgene Orte im Untergrund und skurrile Geschichten. Berlin hat aber auch hohe und kleine Häuser, breite und schmale Häuser.

Hier soll vom schmalsten Haus die Rede sein, dass im Bezirk Wedding in der Müllerstraße 156 steht und so um die vier Meter breit ist. Viele Berliner (und nicht nur aus Wedding) werden es kennen, ohne zu wissen, vor welchem Kleinod sie stehen. Unten im Haus gibt es (und das schon seit 1977) eine italienische Eisdiele, mit leckerem Eis in verschiedenen Variationen und darüber befindet sich Wohnraum über vier Etagen.

Das Haus selbst, das Ende 1895/Anfang 1900 entstanden sein soll, hat eine lange Geschichte. Eigentümer war die Firma E. Zänker, die eine Baumaterialhandlung auf dem Grundstück betrieb. Im Jahr 1900 wohnten bereits die ersten Mieter in dem Gebäude, weil der boomende Wohnungsmarkt in Berlin lukrative Geschäfte versprach. Der neue Eigentümer war „Premierleutnant a.D.“ Baron Hermann August von Oppen. Nachdem der Baron verstorben war, verkaufte seine Witwe Wilhelmine die schmale Immobilie an den Zigarrenfabrikanten Reichardt. Noch 1967 gibt es einen Bezug zu Zigaretten und Zigarren. Die Firma Krüger & Oberbeck, ein deutschlandweiter Tabakhändler, macht hier eine Filiale auf. Danach gab es nicht mehr den qualmenden Genuss sondern den Genuss von „Himbeereis mit Sahne“.

Das schmalste Bürogebäude Berlins, auf einem 2,5 Meter breitem Grundstück, steht übrigens im Bezirk Charlottenburg am Kudamm. Das aber ist eine andere Geschichte. Text und Foto: Klaus Tolkmitt

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