Von Nordbahnhof nach Waltersdorfer Straße

Wir starten die letzte Etappe (40 Kilometer) auf dem 160 Kilometer langen Mauerradweg am Nordbahnhof, der mit der S-Bahn problemlos zu erreichen ist. Direkt gegenüber an der Bernauer Straße befindet sich das Besucherzentrum „Gedenkstätte Bernauer Straße“, für das man sich etwas Zeit nehmen sollte. (Schau mal hier): http://www.meinberlin-erleben.de/mauergedenkstaette-/-bernauer-strasse.html

 

 

 

 

Dann beginnt die Tour quer durch die Innenstadt Berlins, vorbei an historischen Gebäuden und interessanten Haltepunkten. Wir folgen zunächst der Gartenstraße bis zu den (rostigen) Liesenbrücken und biegen links ein in die Liesenstraße. (Schau mal hier): http://www.meinberlin-erleben.de/die-liesenbruecken-von-wedding.html

Direkt hinter der Brücke ist noch ein Stück Vorderlandmauer am alten Friedhof vorhanden. Der Friedhof war Teil des Grenzstreifens und konnte zu DDR-Zeiten nur mit Sondererlaubnis betreten werden. Auf der gegenüberliegenden Seite (nördlich) ist der Friedhof der Dorotheenstädtischen Gemeinde. Hier liegt u.a. der Schriftsteller Theodor Fontane begraben. Am Ende der Liesenstraße stoßen wir auf die Chausseestraße und den ehemaligen Grenzübergang. Im Kreuzungsbereich werden kleine Metallplatten auf der Fahrbahn sichtbar. Sie zeigen hoppelnde, springende oder sitzende Kaninchen, die zu „Mauerzeiten“ auf dem Todesstreifen gemütlich ihr Dasein genossen. Künstlerin Karla Sachse wollte nach der Wende mit dem „Kaninchenfeld“ daran erinnern, das nur die Tiere ungehindert die Grenze überwinden konnten. (Schau mal hier): http://www.meinberlin-erleben.de/dastierischelebenaufdemtodesstreifen.html

Von der Liesenstraße biegen wir rechts ab in die Chausseestraße und hinter der Boyenstraße links ab in den Zollweg, vorbei am Eisstadion und folgen weiter den Hinweisschildern „Mauerweg“. An der Kieler Straße, in Sichtweite des Spandauer Schifffahrtskanals ist noch ein alter Wachturm aus DDR-Zeiten zu sehen. Der Turm steht unter Denkmalschutz und ist eine Gedenkstelle für den erschossenen Flüchtling Günter Litfin. Hinter den Häusern beginnt der Invalidenfriedhof, der ebenfalls eine lange Geschichte hinter sich hat. (Schau mal hier): http://www.meinberlin-erleben.de/historischerfriedhofinberlin-mitte.html.

Wir fahren auf der Rückseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie am Kanal entlang und kreuzen die Invalidenstraße und erreichen über das Alexanderufer das Kapelle-Ufer. Dabei kommen wir am Futurium (Schau mal hier): http://www.meinberlin-erleben.de/quotfuturiumquotblicktindiezukunft.html vorbei und befinden uns mitten im politischen Berlin. Am Paul-Löbbe-Haus wechseln wir die Spreeseite, machen kurz Halt an den „Weißen Kreuzen“ und biegen dann rechts ab am Reichstagsgebäude vorbei zum Brandenburger Tor. Von dort sind es nur wenige Meter zum Holocaust-Denkmal an der Ebertstraße.

Der Potsdamer Platz ist nicht nur ein geschichtsträchtiger Ort, inzwischen gibt es hier auch einige architektonische Bauwerke zu bewundern. Dabei fällt die historische Ampelanlage kaum ins Auge, obwohl auch sie eine Geschichte hat. (Schau mal hier): http://www.meinberlin-erleben.de/berliner-geschichte/berlins-erste-ampelanlage.html

Der Mauerradweg führt nun über die Niederkirchnerstraße am Berliner Abgeordnetenhaus und am Gropiusbau vorbei auf die Zimmerstraße und zum Checkpoint Charlie. (Schau mal hier): http://www.meinberlin-erleben.de/niemandsland-friedrichstrasse.html Ein weiterer ehemaliger Grenzübergang war an der Heinrich-Heine-Straße, die wir überqueren und schon bald am Engelbecken sind. (Schau mal hier): http://www.meinberlin-erleben.de/im-kiez-unterwegs/im-luisenstaedtischen-kanal.html

An der Schillingbrücke überqueren wir wieder die Spree und biegen rechts in die Stralauer Allee. An der Mühlenstraße ist ein weiteres Berliner „Denkmal“ zu besichtigen: Die East-Side Gallery“. (Schau mal hier): http://www.meinberlin-erleben.de/dierestedesquoteisernenvorhangsquot.html Über Berlins schönster Brücke, die Oberbaumbrücke“ wechseln wir erneut das Ufer. (Schau mal hier): http://www.meinberlin-erleben.de/det-musste-jesehn-ham/die-oberbaumbruecke.html

Wir sind jetzt kurz in Kreuzberg, um dann ein Stück am Landwehrkanal zu radeln. Am Lohmühlenplatz biegen wir links in die Harzer Straße ein, folgen ein kurzes Stück der Bouchéstraße und fahren an der Heidelberger Straße rechts. Über Treptower Straße und Kiefholzstraße, vorbei und mitten durch Kleingartenanlagen erreichen wir die Sonnenallee. Auch hier gab es zu DDR-Zeiten einen Grenzübergang. Wir folgen weiter dem Mauerweg und sind kurz danach am Britzer Verbindungskanal und dem Teltowkanal. Bis zum Ziel an der Waltersdorfer Straße sind es nur noch acht Kilometer. Ein Teil davon lassen sich mühelos und entspannt am Kanal entlang radeln. Dann geht es noch einmal bergan über die „Rudower Höhen“ zur Waltersdorfer Straße. Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

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