7. Etappe U Reinickendorfer Straße – S-Bahnhof Wollankstraße

Berlin hat 20 grüne Hauptwege, auf denen man wandern, flanieren oder einfach nur spazieren gehen kann. Das Wege-Netz durch die grünen Korridore der Stadt umfasst mehr als 550 Kilometer, auf denen man weitestgehend vom fließenden Verkehr verschont bleibt und auch den Lärm einer Großstadt nicht mehr als belästigend wahrnimmt. Der Wanderweg 5 verläuft in Nord-Süd-Richtung und begleitet die Panke bis zur Mündung in die Spree. Wir wollen den Weg in kleinen Etappen erkunden und haben die Tour in umgekehrter Richtung begonnen.

Die 7. Etappe beginnt am U-Bahnhof Reinickendorfer Straße. Wir setzen unseren Weg in der Schulzendorfer Straße fort und gehen hinter der Panke links den Weg durch die Grünanlage. Nach Überquerung der Schönwalder Straße bleiben wir auf Sichtweite zur Panke, machen an der Gerichtsstraße einen kleinen Schlenker links und wieder rechts an der Panke entlang. Unter der Ringbahn hindurch überqueren wir die Pankstraße und nehmen den rechten Weg neben der Panke. In Höhe der Schönstedtstraße bietet sich eine Rast im Restaurant Uferlos an.

Es lohnt sich auch ein Blick auf das Amtsgericht Wedding. Da die Albrechtsburg in Meißen als Vorbild galt, hat das Amtsgericht ein schmuckvolles Portal, mit Erkern, Giebeln und Zinnen. Der mehrflügelige, fünfgeschossige Bau wurde von 1901 bis 1906 nach Plänen von Rudolf Mönnich und Paul Thoemer im Stil der Neogotik erbaut. Die Straßenfront der Hauptflügel hat eine Länge von etwa 120 Metern. In den Ecken der linken und rechten Flügel seitlich des Portalbereiches befindet sich jeweils ein Treppenturm.

Um über die vielbefahrende Badstraße zu kommen, muss man den Weg links über die Ampelanlage machen, auf der anderen Seite wieder ein Stück zurück gehen, um dann wieder die Panke an seiner Seite zu haben. An der Osloer Straße können wir die Uferseite mal wechseln (müssen aber nicht) und spazieren weiter bis zum sogenannten Franzosenbecken. Den Namen trägt die Grünanlage nach dem benachbarten französischen Friedhof, ist aber eigentlich ein Hochwasserauffangbecken, falls die Panke mal zu viel Wasser führt. Da das aber nicht so häufig passiert, haben die Kiezbewohner im Sommer eine grüne Oase zum Relaxen und Durchatmen.

Hinter der Grünanlage und dem Spielplatz nehmen wir die Brücke, überqueren wieder die Panke und setzen unseren Weg rechterhand fort. Ein kleines Stück weiter stehen links am Ufer prächtige Mammutbäume, die sich besonders im Herbst in einer wundervollen Färbung zeigen. An der Nordbahnstraße halten wir uns rechts und kommen nach gut vier Kilometern zum Ziel der 7. Etappe, dem S-Bahnhof Wollankstraße. Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

 

 

 

 

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