2.Etappe S-Bahnhof Schichauweg – Hildburghauser Straße

Berlin hat 20 grüne Hauptwege, auf denen man wandern, flanieren oder einfach nur spazieren gehen kann. Das Wege-Netz durch die grünen Korridore der Stadt umfasst mehr als 550 Kilometer, auf denen man weitestgehend vom fließenden Verkehr verschont bleibt und auch den Lärm einer Großstadt nicht mehr als belästigend wahrnimmt. Der Wanderweg 5 verläuft in Nord-Süd-Richtung und begleitet die Panke bis zur Mündung in die Spree. Der insgesamt 45 Kilometer lange Hauptweg geht aber noch weiter bis an die südliche Stadtgrenze Berlins.

Wir wollen den Weg in kleinen Etappen erkunden und beginnen die Tour in umgekehrter Richtung in Lichtenrade. Die 2. Etappe beginnt an der S-Bahnstation Schichauweg, die 1990 zur Anbindung von Lichtenrade-Nord eröffnet wurde. Vom S-Bahnhof Lichtenrade kommend, nehmen wir am Ende des Bahnsteigs den Ausgang zur Kettinger Straße und unterqueren die Bahn, halten uns rechts bis zur Motzener Straße. Gegenüber beginnt der ehemalige Güteraußenring, heute ein schöner Wander- und Radweg zur Mariendorfer Höhe.

Nach zirka 400 Meter biegen wir an der Brücke rechts ein und folgen der Ausschilderung zum Weg 5 in weiß-blau-weißer Farbe. Kurz danach „erklimmen“ wir den Freizeitpark Marienfelde, eine rund 40 Hektar große geschützte Grünanlage, die auf einer ehemaligen Mülldeponie errichtet wurde. Die Deponie wurde bis 1981 betrieben. 2005 wurde der Freizeitpark eröffnet. Ein knapp zwei Kilometer langer Naturerlebnispfad führt an insgesamt neun verschiedenen Stationen vorbei und erklärt den Besuchern die Artenvielfalt der Pflanzen und der hier lebenden Kleintiere, wie Kröten, Molche, Libellen, Ringelnatter, Schmetterlinge und Kaninchen. Die höchste Erhebung (Alpengifel) liegt bei 77 Metern und ermöglicht einnen unverbauten Blick über große Teile der Stadt.

Am Diedersdorfer Weg, am Naturkundehaus, verlassen wir das Freizeitgelände und setzen unseren Weg über den Schlehenberg fort. Der ehemalige Trümmerberg, auf dem bis 1965 eine militärische Radaranlage errichtet war, ist heute ebenfalls ein Naherholungsgebiet. Durch die Kleingartenanlage Amstelveen kommen wir zur Marienfelder Allee, die wir überqueren. Auf dem letzten Stück der 2. Etappe durchstreifen wir das Wohngebiet am Tirschenreuther Ring und gelangen so zur Hildburghauser Straße, dem Ende der Etappe nach knapp viereinhalb Kilometern. Wenige Meter links und rechts befinden sich an der Straße Bushaltestellen, von denen die Heimreise angetreten werden kann. Text und Fotos: Klaus Tolkmitt                                                                                                                                              

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