Der Wasserturm Prenzlauer Berg

Der Wasserturm im Berliner Ortsteil Prenzlauer Berg ist nicht nur der älteste Wasserturm der Stadt, er hat auch eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Er wurde 1877 fertiggestellt und war bis 1952 in Betrieb.

Er steht zwischen Knaackstraße und Belforter Straße im Kollwitzkiez des Ortsteils Prenzlauer Berg (Bezirk Pankow). Der Turm mit seinen Wassertanks versorgte den rasch wachsenden einstigen Arbeiterbezirk. Er erzählt aber auch die dunklen Seite der Stadtgeschichte.

Nach der „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten diente das zum Wasserturm gehörende Maschinenhaus der SA im Frühjahr 1933 als „wildes Konzentrationslager“, in dem Kommunisten, Sozialisten, Juden und andere den neuen Machthabern unliebsame Personen ohne Gerichtsurteil interniert und ermordet wurden.

Eine Gedenkwand auf dem Gelände des Wasserturms erinnert an die Greultaten.

Im Herbst 1934 wurde das SA-Heim aufgelöst und mit der Umgestaltung des Geländes zu einer öffentlichen Grünanlage begonnen. Am ehemaligen Standort des Maschinenhauses befindet sich heute ein Spielplatz.

Der Turm steht heute in einem Park, der 2007 umfangreich saniert wurde und eine beliebte kleine Oase im Bezirk ist. Unterhalb des Wasserbehälters befanden sich die Wohnungen der Maschinenarbeiter des Turms; diese Wohnungen im Wahrzeichen des Prenzlauer Berges sind auch heute noch bewohnt und sehr begehrt. Quelle: Wikipedia, Prenzlauerberg,Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

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