In der Fußgängerpasserelle der Linie 9 im U-Bahnhof Berlin-Steglitz wacht eine große Stahlblechskulptur aus der griechisch-römischen Mythologie. Der von Waldemar Grzimek entworfene Höllenhund Zerberus ist kein gefährlicher Vierbeiner, vielmehr ein stiller Wächter, in der U-Bahn im Süden Berlins.

Waldemar Grzimek († 26. Mai 1984 in West-Berlin) war ein deutscher Bildhauer, der sowohl in der DDR als auch in der Bundesrepublik Deutschland wirkte.

Waldemar Grzimek begann 1929, elfjährig, mit dem Modellieren von Tieren im Zoologischen Garten von Berlin. Dort traf er auf den Bildhauer Hugo Lederer, Professor an der Berliner Akademie der Künste, der Grzimek das Bauen von Gerüsten für Plastiken beibrachte. In seiner frühen Schaffensphase entstanden hauptsächlich Tierplastiken. Großes Aufsehen erregte der damals 15-jährige Grzimek 1933 mit seinen Plastiken auf einer Ausstellung in der Akademie der Künste.

Nach seinem Schulbesuch trat Waldemar Grzimek 1937 eine Steinmetzlehre bei der Philipp Holzmann AG an, bis er zum Studium der Bildhauerei bei Wilhelm Gerstel an der Hochschule für Bildende Künste Berlin zugelassen wurde, welches er 1941 beendete.

Waldemar Grzimeks Grab befindet sich auf dem Berliner Friedhof Dahlem. Quelle: Wikipedia, Foto: Klaus Tolkmitt

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