Spaziergang zum Tempelhofer Hafen

Unser heutiger Kiez-Spaziergang führt uns in den Bezirk Tempelhof-Schöneberg und hier in den Ortsteil Tempelhof. Wir verlassen den U-Bahnhof Ullsteinstraße und biegen in die Viktoriastraße ein. Ein paar Meter weiter stehen wir schon vor der Ufa-Fabrik, einem ehemaligen Film-Gelände.

Von 1921 bis in die 70er Jahre hinein waren hier die UFA-Film Kopierwerke ansässig. Heute ist die ufa-Fabrik ein selbstverwaltetes Kulturprojekt mit zahlreichen Einrichtungen. So befinden sich auf dem riesigen Areal u.a. ein Kinderbauernhof und ein Spielplatz, ein Naturkostladen, verschiedene Säle und Studios für Tanz und Theater, eine Freilichtbühne, ein Café und eine Kinderzirkusschule. Das Motto der „Macher“ vom Internationalen Kultur Centrum, die jährlich ein buntes Unterhaltungsprogramm zusammenstellen, lautet: Die Welt mal anders sehen. (www.ufafabrik.de)

Wir wollen auch noch etwas anderes sehen und biegen darum links in die Wolframstraße ein. Wer es süß und lecker mag, der schaut dann bei der Schokoladen-Manufaktur Fassbinder und Rausch rein. Pralinen, Konfekt, Schokolade und Trüffelvariationen lassen bei einem „Schleckermäulchen“ das Herz höher schlagen.

An der Alarichstraße noch einmal links abbiegen und wir stehen auf der Germelmannbrücke, die über den Teltowkanal führt. Vor der Brücke links führt ein schmaler Weg direkt am Kanal entlang. Auf halber Strecke zum Tempelhofer Hafen ist der Schiffsanleger, an dem im Sommer Ausflugsdampfer anlegen und zu einer Tour bis nach Spandau einladen.

Von weitem ist schon das Ullsteingebäude zu sehen, das Wahrzeichen des Bezirks. 1927 fertiggestellt, war es Verlagshaus und Druckerei des Ullstein-Verlages. Heute befinden sich in dem Komplex kleinere Gewerbe- und Modefirmen. Sein Geld ausgeben soll man aber auch im „Tempelhofer Hafen“, einem Einkaufszentrum mit 70 Geschäften. Danach lässt es sich herrlich im Hafen „relaxen“, indem man dem Treiben auf und neben dem Wasser zuschaut. Text und Fotos Kaus Tolkmitt

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