Admiralbrücke ist Anziehungspunkt für Partygänger

Ganz besonders an lauen Sommerabenden zieht die Admiralbrücke im Graefekiez in Berlin-Kreuzberg Einheimische wie auch Touristen magisch an. Es ist eher unter den jüngeren Passanten schick, hier den Sonnenuntergang zu erleben und die Freizeit zu verbringen. Nicht immer zur Freude der Anwohner, die den Lärmpegel ertragen müssen.

Was viele sicher nicht wissen, hier überspannte einst eine hölzerne Klappbrücke den Landwehrkanal zwischen dem Fraenkelufer und dem Planufer. 1882 (und damit die älteste Eisenbrücke über dem Landwehrkanal) wurde die schmiedeeiserne Bogenbrücke fertiggestellt. Seit 1984 steht die Admiralbrücke unter Denkmalschutz, nachdem sie umfassend saniert wurde. Das original erhaltene schmiedeeiserne Geländer ist mit zwei Reihen Blätterornamenten in Jugendstilmanier verziert. Der Name der Brücke wurde in altdeutscher Schrift beidseitig am Scheitel des Bauwerks in ein schmaleres Geländerfeld eingearbeitet. Auf dem Brückenscheitel befinden sich je ein zweiarmiger Kandelaber in historischer Form und an den beiden Brückenenden spenden einfache Eisenlaternen Licht. In den Jahren von der Fertigstellung bis um 1921 führte über die Admiralbrücke auch mal eine Straßenbahnlinie. Inzwischen ist das Bauwerk für den Durchgangsverkehr gesperrt und hat sich (s.oben) als Szenetreff entwickelt. Text und Foto: Klaus Tolkmitt

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