Streetart-Künstler aus aller Welt verwandeln ständig die Bülowstraße in Berlin-Schöneberg.

Das Spektrum reicht von Detailarbeiten an Pfeilern und Türen bis zu großformatigen Arbeiten, die ganze Häuserwände bedecken.

Die Stiftung Berliner Leben verfolgt das Ziel, strukturschwache Stadtteile durch die Förderung von Kulturprojekten aufzuwerten. Ein wesentliches Organ ist dabei das Projekt Urban Nation, angesiedelt in der Bülowstraße 97. Seit 2013 lädt die Urban Nation in regelmäßigen Abständen internationale Künstler und Kuratoren nach Berlin ein. Mit Ausstellungen im öffentlichen Raum, Workshops und Events sollen Gemeinschaft, öffentliche Teilhabe und kreativer Austausch gefördert werden.

Wer täglich mit dem Auto oder der Hochbahn durch die Bülowstraße fährt, wird die Veränderungen feststellen. Ist heute noch eine schwarz-weiße Figur im Kapuzenpullover an einer Hauswand zu sehen, so lacht morgen schon wieder an anderes Gesicht den Betrachter freundlich oder griesgrämig an. Der Passant wird zum Galeriebesucher. Die gesprühten und geklebten Kunstwerke zeigen sich in diesem Teil Schönebergs in einer solchen Fülle, dass man glauben könnte, man stünde inmitten einer Ausstellung unter freiem Himmel. Überall gibt es etwas zu entdecken. Ganz besonders die Fassade des Eckhauses Nummer 7 ist vom Bordstein bis zum Giebel mit einem überdimensionalen Gemälde verziert. Da sich die Straße ständig verändert, wirkt sie nicht nur interessant, sondern auch wohnfreundlich.

Gefördert wird das Projekt von der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft Gewobag. Es versteht sich als Plattform für Künstler, Projekte und Nachbarschaft. Die Gewobag will mit Kunstprojekten wie dem in der Bülowstraße die Wohnqualität der Anwohner verbessern. Fotos: Klaus Tolkmitt 

Foto oben: Das imposante Mauerbild in der Bülowstraße 7 ist eine Arbeit der niederländischen Streetart-Künstlerin Handiedan.

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