Die Dorotheenstraße in Berlin-Mitte wurde nach der Kurfürstin Dorothea von Brandenburg benannt, die 1668 die Gemahlin von Kurfürst Friedrich Wilhelm wurde. Die Kurfürstin gilt als Gründerin der Dorotheenstadt, zu der auch die Straße Unter den Linden gehörte.

Die Sarkophage von Friedrich Wilhelm und Dorothea befinden sich im Berliner Dom.

Das Gebäude Dorotheenstraße 21 war im 18./19. Jahrhundert ein Landhaus für den preußischen Minister von Kamecke, das nach seinem Besitzer Villa Kamecke genannt wurde.

An der Ecke zur Friedrichstraße hatte die Hotel-Eisenbahngesellschaft das Central-Hotel errichtet. Darin befanden sich das Wintergarten-Theater, das Restaurant Zum Heidelberger, eine Weinprobierstube des Hotels und viele andere kulinarische Einrichtungen. Zwischen Bunsenstraße und Neuer Wilhelmstraße standen weitere Universitätseinrichtungen. Der Gebäudekomplex Dorotheenstraße 115/117 war als neuer Sitz für den Verein Deutscher Ingenieure (VDI) errichtet worden. In der DDR-Zeit nutzte die Kammer der Technik das Haus weiter, das ab 1961 in der Sperrzone der Berliner Mauer stand. Es wurde 2002 in das Jakob-Kaiser-Haus integriert.

In den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges fielen zahlreiche historische Gebäude dieser Straße den Kämpfen und Bombenabwürfen zum Opfer. Nach der Beseitigung der Trümmer bis in die 1950er Jahre hinein konnten einige Bauwerke instandgesetzt und wieder benutzt werden.

Im Jahr 1951 benannte der Ost-Berliner Magistrat den Verkehrsweg in Clara-Zetkin-Straße um. Nach der Wende gab es eine kontroverse Diskussion über die Wiedervergabe des historischen Namens, bis die Straße 1995 wieder rückbenannt wurde. Erst ab 1990 begann eine umfangreiche Sanierung der erhaltenen historischen Bausubstanz, und vorhandene Lücken wurden neu bebaut. Quelle: Auszugsweise Wikipedia, Foto: Klaus Tolkmitt

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