Das Kreuzberger "Dreieck"

Das Gleisdreieck in Kreuzberg und Schöneberg gehört zu den jüngsten Berliner Parkanlagen, nachdem das Brachgelände jahrzehntelang für die Öffentlichkeit nicht zugänglich war. Von der ehemaligen Bahnanlage des Anhalter und Potsdamer Güterbahnhofs ist zwar noch einiges zu sehen, doch die Gleise sind so in die Landschaft integriert, dass sie nicht stören, sondern den Park beleben und daran erinnern, was hier einmal gewesen ist. 

Der rund 31,5 Hektar umfassende Park erstreckt sich vom Landwehrkanal über die Yorckstraße bis zur Monumentenbrücke und bietet für die Anwohner viel Raum für Erholung, Bewegung, Sport und Spiel.

Den zum Teil unter engagierter Bürgerbeteiligung realisierten Park charakterisieren weite Rasenflächen mit Liegewiesen und vereinzelten Baumgruppen, mehrere Wäldchen, lange Holzbänke, Sport- und Spielflächen, breite und barrierefreie asphaltierte und abgerundete geführte Wege für Fußgänger, Radfahrer und Skater, eine Kleingartenkolonie sowie historische Relikte aus der Bahnzeit des Geländes. Eine Besonderheit stellen einige teils nicht freigegebene und „Gleiswildnis“ getaufte dichte Wildwuchsflächen dar, die sich aus den alten Gleisanlagen, Signalresten, Gleisgruben und Wassertümpeln heraus entwickelt haben und ein eigenes Biotop bilden.

Eine ausgedehnte Liegewiese bildet den Mittelpunkt des großen Parks. Schnurgerade Wege führen zu den Spielplätzen, zum Stangenwald und Kinderzimmer, einem Wäldchen mit

 

Trockenrasenbereichen, einem Rosenduftgarten, Boulebahnen, Tischtennisplatten und zum zentralen Platz an der Ladestraße des Technikmuseums. Zahlreiche Ruheplätze sind in das Gelände eingestreut. Auf der Möckernpromenade, die auf der Böschung zur Möckernstraße und teils oberhalb einer sanierten, über 100 Jahre alten historischen Mauer verläuft, nehmen die Ruheplätze teilweise die Form von Aussichtsplattformen an. Darüber hinaus gibt es eine Tanzfläche und einen Infopoint für Führungen.

Der ursprünglich nicht geplante und von der Bürgerinitiative durchgesetzte Naturspielplatz wurde auf einem hügeligen Gelände angelegt. Der Platz kommt gänzlich ohne Spielgeräte aus. Sand, Steine, Holz und Matsch, sowie Brombeerbüsche und Apfelbäume bieten den Kindern ein Spielparadies.

 

Zwischen 2004 und 2006 wurden große Sandmengen aus dem Aushub der Alexa-Baustelle vom Alexanderplatz auf das westliche Gleisdreieck verbracht. Auf den Sandflächen eröffnete im Mai 2009 das Beach61 mit 25  Beachvolleyballfeldern, die stundenweise gemietet werden können. Die multiflexiblen Sandareale stehen ferner für Sandsportarten wie Beachsoccer, Beachhandball, Speedminton und Beachminton sowie für Streetsoccer und Streetbasketball zur Verfügung. Auf einer angrenzenden Entspannungswiese wird Yoga, Tai-Chi, Frisbee und Gymnastik für alle Altersgruppen angeboten. Quelle: Wikipedia und Grün-Berlin, Fotos: Klaus Tolkmitt

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