Gedenkstätte Berliner Mauer

Verzweifelte Menschen sprangen aus dem Fenster ihrer Wohnung nach West-Berlin und bezahlten mit dem Leben dafür. Aber auch erfolgreiche Fluchten fanden in der Bernauer Straße statt. Mit Fotoapparat und Filmkamera war die Weltöffentlichkeit dabei.

Die gewalttätige Zerstörung des Alltags durch den Bau der Berliner Mauer hat an der Bernauer Straße bis heute deutliche Spuren hinterlassen. Zwischen Brunnen- und Gartenstraße wurde der ehemalige Todesstreifen nicht überbaut und ist in ganzer Breite erhalten geblieben. Die offizielle Gedenkstätte zur Erinnerung an die Mauerzeit befindet sich in der Bernauer Straße. Die Straße, die die Grenze zwischen Wedding (West) und Mitte (Ost) markierte, war Ort tragischer Fluchtschicksale. Menschen aus dem abgeriegelten Ost-Berlin stürzten sich aus den Fenstern ihrer Häuser, um in den freien Westen zu gelangen.

 

37 Jahre nach dem Beginn des Mauerbaus, am 13. August 1998, weihte Berlin die Mauergedenkstätte an der Ecke Ackerstraße ein. Das Mahnmal verzichtet bewusst auf dramatische Effekte, sondern will ein Ort der Besinnung sein. Ein 80 Meter kurzes Stück Grenzland wurde durch zwei sechs Meter hohe Stahlwände eingefriedet. Sehschlitze in diesen Wänden ermöglichen einen Blick in den Todesstreifen. Zur Mauergedenkstätte gehören ein Dokumentationszentrum und die Kapelle der Versöhnung, die an der Stelle entstand, wo die DDR 1985 eine Kirche aus Gründen der Grenzsicherung sprengen ließ.

2009 wurde das neue Besucherzentrum an der Bernauer Straße eingeweiht. Geöffnet ist der "Rostkubus" dienstags bis sonntags von 9.30 bis 18 Uhr. Adresse: Besucherzentrum, Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße 119, 13355 Berlin Quelle: Gedenkstätte Berliner Mauer, Wikipedia, Fotos: Klaus Tolkmitt

Nach oben