Wenn der Frühling kommt, klappern in Britz auch wieder die Flügel – die Windmühlenflügel. Zur Saisoneröffnung kann man die 20 Meter hohe Galerie-Holländer-Windmühle mit ihren Flügeln, die eine Spannweite von 25 Metern haben und unter Denkmalschutz steht, auch von innen besichtigen.

Wer die Britzer Mühle noch nicht kennt, sollte sich das Wunderwerk am Britzer Damm wirklich einmal ansehen. Sie wurde 1865 gebaut und bis zum Jahr 1936 mit Wind betrieben, dann baute man einen Motor ein, das betriebliche Aus kam aber dennoch.

Zur Bundesgartenschau 1985 wurde sie wieder restauriert, seitdem ist sie eine von zwei voll funktionsfähigen Windmühlen im Berliner Stadtgebiet. Die Bockwindmühle in Marzahn wurde allerdings erst 1993 neu gebaut – die Britzer Mühle ist also das einzig erhaltene und gleichzeitig voll funktionsfähige Exemplar in der Stadt.

Wenn der Wind reicht, wird in der Britzer Mühle Korn gemahlen, und das ist ein beeindruckendes Schauspiel, wenn man dabei zusehen kann. Aber auch bei Flaute lohnt sich ein Besuch, denn bei den Führungen kann man auf fünf Etagen die Funktionsweise und die Architektur der Mühle aufs Beste kennenlernen. Und das Brot, das aus dem Mehl gebacken wird, gibt’s draußen – und zwar immer freitags von 12 bis 17 Uhr sowie sonnabends, sonn- und feiertags von 11 bis 16 Uhr.

Die Führungen des Britzer Müller Vereins sind auch für Schulklassen und Kita-Gruppen interessant und können nach Absprache jederzeit stattfinden. Mit einer Jahreskarte des Britzer Gartens kommt man kostenlos in die Mühle. Weitere Informationen gibt es beim Britzer Müller Verein unter: www.britzer-muellerverein.de Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

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