Naturlehrpfad führt um sagenumwobenen Teufelssee

Am Fuße des Kleinen Müggelbergs in der Köpenicker Bürgerheide im Berliner Bezirk Köpenick liegt ein wenig abseits der Straße der sagenumwobene Teufelssee. Der flache nährstoffreiche See ist ein in der Eiszeit entstandenes Hochmoor. Am See unterhält die Waldschule Teufelssee einen drei Kilometer langen Naturlehrpfad, der rund um den See, vorbei an seltenen Pflanzen wie Teichrosen, Wasserschierling und Sonnentau, führt und ausgiebig Informationen über das Schutzgebiet vorhält.

Der Teufelssee und das Teufelseemoor liegt in einem FFH-Gebiet. FFH steht für „Flora-Fauna-Habitat“, also ein besonders schützenwerter Lebensraum von Pflanzen und Tieren. Der Rundweg ist ausgeschildert und dauert etwa eine Stunde. Man kann aber auch, wenn man die Natur genießt und im Sommer den zwitschernden Vögeln zuhört, gut zwei Stunden auf dem Pfad verbringen, der auf Holzbretterwegen den morastigen Untergrund überquert.

Um das Gewässer ranken sich verschiedene Sagen. Nach einer dieser Geschichten soll dort ein Teufelsaltar gestanden haben. In einer anderen Sage wird erzählt, dass im dichten Schilfgürtel am Rande des Sees ein großer Stein lag. Man nannte ihn den Prinzessinnenstein, denn er zeigte die Stelle an, an der einmal ein prächtiges Schloß gestanden hatte, das eine Prinzessin bewohnte. Sie wurde verwünscht und ist samt ihrem Palast im Moor versunken.

Wer den See umrundet hat, kann noch die Stufen zum Müggelturm erklimmen, der zurzeit (2017) restauriert wird, aber einen wundervollen Blick über den Müggelsee und die Müggelberge verspricht. Der See und der Turm sind gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Direkt am Parkplatz „Rübezahl“ am Müggelheimer Damm hält der Bus X69.

Im Lehrkabinett der Berliner Forsten lassen sich die Informationen vertiefen, der Besuch im Lehrkabinett ist kostenfrei (Öffnungszeiten: Mai – September: Mi-Fr + So 10-16 Uhr, Di nach Anmeldung. Okt.-April: Mi, Do + So 10-16, Di + Fr nach Anmeldung). Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

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