Herbstspaziergang vom Landwehrkanal durch den Gräfekiez

Wenn die Bäume im Herbst ihr buntes Kleid anlegen, ist ein Spaziergang am Landwehrkanal besonders schön.

Es gibt sicher mehrere Möglichkeiten den Rundgang zu starten, wir entscheiden uns am U-Bahnhof Prinzenstraße der U1 den Spaziergang zu beginnen. Wir verlassen die Station und gehen rechts die Prinzenstraße am Böcklerpark entlang, überqueren die Baerwaldbrücke und halten uns links. Am Urbankrankenhaus gibt die Lichtung den Blick frei auf den kleinen Hafen und das Altbaugebiet in Berlin-Kreuzberg.

Wir sind im Gräfekiez, der sich in Nord-Südrichtung ungefähr zwischen Landwehrkanal und Volkspark Hasenheide sowie dem Kottbusser Damm im Osten und dem Urbankrankenhaus im Westen erstreckt. Lebendig, bunt und multikulturell - so präsentiert sich das Gebiet. Im Graefe-Kiez lässt es sich gut leben und arbeiten. Hier finden sich noch viele Alauten aus der Gründerzeit. Zum größten Teil sind sie saniert. Viele Bäume bringen frisches Grün in die Straßen.

„Mini-Gärten“ rund um die Straßenbäume zeigen das Engagement der Anwohner/Innen für ihren Kiez. Der Kiez ist ein lebendiger Stadtraum mit vielen Cafés, Restaurants und Bars, Geschäften, Wohnungen, Büros, Werkstätten, Praxen, Schulen und Kindergärten. Das gastronomische Angebot ist vielfältig. Im Frühjahr und Sommer können die Gäste wunderbar draußen sitzen und dem Treiben auf den Straßen zuschauen. Sobald der Herbst in die Straßen zieht, ist das Viertel ein Paradies zum Schlendern und Schlemmen. Durch seine kulinarische Vielfalt und Gerüche aus aller Welt, wird selbst an kühlen Herbsttagen noch mediterranes Flair verbreitet: Französische Crêpes im Manouche, kanadische Pizza im Ron Telesky, Türkische Oliven im Weinblatt oder lieber Sushi in Tangs Kantine?!

Weiter auf unserem Spaziergang verlassen wir erst einmal den Kanal und biegen hinter dem Krankenhaus rechts in die Dieffenbachstraße ein, die wir bis zur Gräfestraße folgen. Nach ihr ist der Kreuzberger Kiez benannt und sie ist das Herz des Viertels. Im Café Zitrone wird auch um 15:00 Uhr noch gefrühstückt und ein Stück weiter stapeln sich die Bücher bis auf die Straße. Wir

stehen vor Umbras Kuriositätenkabinett, einem alten Antiquariat. Nebenan bietet Deutschlands erstes Lakritzfachgeschäft Kadó Süßes und Salziges. Danach ist es Zeit den Anker zu werfen. Höhe Planufer erreichen wir die Kottbusser Brücke und sind wieder am Landwehrkanal. In der „Ankerklause“, einer urigen Hafenbar am Maybachufer lassen wir nach 2,5 Kilometer den Spaziergang ausklingen. Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

 

 

 

 

 

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