Keine andere Stadt in Deutschland ist so reich an freien und staatlich geförderten Theatern wie Berlin. Theaterliebhaber können hier viele spannende Entdeckungen machen, von den großen bekannten Theatern bis hin zu den kleinen Bühnen, oft versteckt im Schatten des Boulevards in kleinen Nebenstraßen.

1883 als Hauptstadt-Theater gegründet, gilt das Deutsche Theater bis heute als Bühne für die besten Schauspieler des Landes. Gern wird es deshalb auch als „Olymp des Deutschen Theaters“ bezeichnet. Große Namen sind mit der Geschichte des 1850 als Friedrich- Wilhelm-Städtisches Theater eröffneten Staatstheaters in der Schumannstraße verbunden.

Das größte Musical-Theater Deutschlands steht am Potsdamer Platz. Moderne Bühnentechnik sorgt für eine neue Dimension des Entertainments. Hier wurde die „Blue Man Group“ erstmals außerhalb von Amerika gezeigt.

Das Berliner Ensemble ist das einzige Barock-Theater, das durch einen kommunistischen Intendanten berühmt wurde. Bertolt Brecht gab dem Haus auch seinen heutigen Namen.

Das Theater des Westens kann sich rühmen das erste Musical in Deutschland aufgeführt zu haben. In dem prunkvollen Gebäude von 1894 wurde 1961 auch die Premiere von „My Fair Lady“ gefeiert.

Unter den Berliner Sprechtheatern ist das Maxim Gorki Theater das älteste Gebäude. Es wurde 1827 eröffnet.

In der Komischen Oper wurden in den Sechziger Jahren zum ersten Mal Opern in deutscher Sprache aufgeführt.

Das Renaissance-Theater ist das einzige Art-Decó-Theater Europas.  

Die Deutsche Oper wurde 1961 als modernes Gebäude an der Bismarck-Straße an die Stelle des zerstörten Opernhauses gebaut.

Die große Staatsoper „Unter den Linden“ ist die älteste Bühne Berlins überhaupt. 1961 wurde sie nach Originalplänen von 1742 wieder errichtet.

Die Schaubühne am Lehniner Platz ist beheimatet in einem ehemaligen Kinobau direkt am Kurfürstendamm, ist eines der größten Sprechtheater der Stadt.

Das Ensemble des Staatsballetts ist die größte Tanz-Compagnie Deutschlands. Ensemble und Direktion sind mit internationalen Stars besetzt und garantieren Ballett-Aufführungen von Weltrang.

 

Weniger bekannt, aber dennoch beliebt beim Berliner Publikum sind Bühnen wie,

Das Kleine Theater am Südwestkorso. Es trägt seinen Namen durchaus zu Recht. Nur 99 Plätze umfasst der Zuschauerraum, 30 Quadratmeter hat der Bühnenraum. Man versucht sich im musikalischen Unterhaltungstheater und setzt berühmte Lebensläufe in Szene – wie die von Johnny Cash, Frida Kahlo oder Marilyn Monroe.

Ein literarisches Kammertheater ist das kleine aber feudale Theater im Palais. Fein und gediegen liegt der Spielort im Palais am Festungsgraben, einem ehemaligen Wohnhaus. Heute prägen literarisch-musikalische Programme, eigene Inszenierungen, Matineen, Autorenlesungen und Gastspiele, oft mit Bezug zur Berliner Kultur-, Literatur- und Stadtgeschichte, das Programm der nur 5 mal 6 Meter großen Bühne.Absatz

Pünktlich zum 90jährigen Jubiläum hat die Tribüne, eins der traditionsreichsten Theater Berlins, ihren Spielbetrieb wieder aufgenommen. 1919 gegründet, traten hier schon Marlene Dietrich und Fritz Kortner, später Horst Buchholz und Wolfgang Kieling auf.

Eines der ältesten Privattheater Berlins ist die Vaganten Bühne. 1949 wurde das Kellertheater gegründet. Ihren größten Hit haben die Vaganten jedoch mit Shakespeare. Die Inszenierung von „Shakespeares sämtliche Werke in 90 Minuten!“ ist ein Repertoirerenner sondergleichen.

Die Volksbühne  am Rosa-Luxemburg-Platzi ist ein sehr offenes, experimentierfreudiges Theater.

 

Zu den beliebtesten Kabarett-Theatern zählen:

Das BKA Theater am Kreuzberger Mehringdamm,  das Distel Kabarett – Theater, Die Stachelschweine, Die Wühlmäuse, das Mehringhof Theater, das Charly M. Kabarett.

 

Bei den Revue- und Varietétheatern sticht natürlich der Friedrichstadtpalast Berlin    

heraus. Europas größtes Revue-Theater ist ein Wunderwerk der Technik mit internationalen Shows.

Die Bar jeder Vernunft ist Berlins nobelste Amüsieradresse. Sie verwöhnt die Besucher mit hochkarätiger Kleinkunst und Eigeninszenierungen von Musicals und Operetten.

Die Scheinbar ist das kleinste Varieté Deutschlands und hat sich über die Jahre zu einem Highlight des Theaters entwickelt.

Das Chamäleon Varietétheater in den Hackeschen Höfen bietet mitunter auch Stars in der Manege, vor allem aber Comedy, Akrobatik und Musik in nonchalanter Mischung.

Im  Wintergarten Varieté trifft sich die Welt in der einzigartigen Atmosphäre aus Spiegeln, Holz, Samt und legendären Sternenhimmel.

 

Zu den beliebtesten Kinder- und Jugendtheatern gehören:

Das Kinder- und Jugendtheater Köpenick, die Astrid-Lindgren-Bühne im FEZ, das Atze Musiktheater, das Fontane Haus, Das Weite Theater, Figurentheater Grashüpfer im Treptower Park, das Grips Theater ist das berühmteste Kinder- und Jugendtheater der Welt. Die erfolgreichen Stücke werden weltweit nachgeahmt und nachgespielt. Theater Mirakulum, Puppentheater Felicio, Puppentheater Firlefanz, Prenzelkaspe Grüffelo, Hans Wurst Nachfahren - Theater am Winterfeldplatz, Theater an der Parkaue, Theater der kleinen Form, Theater Lichterfelde. In familiärer Atmosphäre bietet das Theater Lichterfelde seit elf Jahren ein äußerst abwechslungsreiches Programm von ausgesuchten Schauspiel-, Puppen-, Marionetten- und Figurentheatern für Kinder ab 2 Jahren an. Theater Strahl im Admiralspalast, Theaterforum Kreuzberg, Zaubertheater Igor Jedlin. Das einzige und ständige Zaubertheater Europas in Berlin am Kurfürstendamm.

 

Außergewöhnliche Theater-Erlebnisse sind u.a. in den „freien“ Theater-Bühnen zu sehen:

Das Ballhaus Naunynstraße besteht seit 1983 und legt bei Inszenierungen den Schwerpunkt auf "postmigrantische Kulturproduktionen". Das Ballhaus Ost ist eine seit 2006 bestehende Spielstätte für freies Theater, Performance und Tanz. Dock 11 ist Teil der vielfältigen und internationalen Tanzszene und verbindet räumlich und strukturell Produktion, Pädagogik und Präsentation. Halle Tanzbühne Berlin, Hebbel am Ufer. Die Sophiensaele. Das Theater o.N. bietet sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder unterhaltsame Theateraufführungen.

Klein aber fein: Das Theater unterm Dach, das Theater zum westlichen Stadthirschen, Gewissermaßen als Aldi unter den Theatern fungiert der Theaterdiscounter.  Das Theaterhaus Berlin Mitte.

Die Komödie und das Theater am Kurfürstendamm sind seit Jahrzehnten deutschlandweit eine der Adressen für niveauvolles, großstädtisches Unterhaltungstheater.

Die Traditionshäuser am berühmtesten Boulevard der Stadt sind fest verankert in der Berliner Theaterlandschaft. Der Spielplan bietet Komödien, Boulevardstücke, Shows, Konzerte, Musicals, Lesungen: Heiteres und Besinnliches, Klassisches und Modernes, Ernsthaftes und Komisches - immer mit Starbesetzung, immer am Puls der Zeit.

Seit 2009 steht das Schlosspark Theater in Steglitz unter der Leitung von Dieter Hallervorden, der in Eigenproduktionen viele große Schauspieler auf die Bühne holt.

 

Dann gibt es in Berlin noch die Bühnen, die unter der Bezeichnung Musiktheater von sich Reden machen:

Der Admiralspalast. Ob im glanzvollen großen Theatersaal oder der etwas kleineren Spielstätte Studio, das Haus umfängt Künstler wie Besucher mit seiner ganz besonderen Atmosphäre. Das wohl produktivste Musiktheater Berlins ist die Neuköllner Oper: etwa acht Neuproduktionen pro Spielzeit, überwiegend Uraufführungen, dazu ein künstlerisches Spektrum, das vom Kammerstück bis zur großen Oper reicht.  

Fotos: Klaus Tolkmitt 

 

Die kleinen (weniger bekannten) Bühnen, die oft nur noch „überleben“, weil persönliches Engagement dahintersteckt, werden auf einer anderen Seite besonders vorgestellt.

Also einfach mal auf der Homepage „blättern“ und den Hinweisen nachgehen.

Dort soll eine Serie dieser kleinen Bühnen entstehen.

 

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