Berlin war und ist eine Filmstadt von internationaler Bedeutung. Die Liste bekannter Filme, die in Bezug zu Berlin stehen oder in Berlin gedreht wurden, ist lang. Sie zeigen Berlin in einer bestimmten Epoche oder dokumentieren das politische, wirtschaftliche oder kulturelle Leben der Stadt.

Gedreht wird an Original-Schauplätzen, in den Filmstudios in Berlin-Adlershof, in der Medienstadt Babelsberg vor den Toren Berlins, oder auf dem Gelände der Berlin Union-Film in Tempelhof. Es kommt auch nicht selten vor, dass selbst Hollywood-Filmgrößen auf Berlins Straßen und Plätzen vor Filmkameras stehen. Straßenzüge, ganze Stadtteile oder berühmte Gebäude und Bauwerke stehen Pate für filmreife Szenen.

Alfred Duskes gründete 1912 die Literaria Film und errichtete im Frühjahr 1913 ein Glashaus. Kurz danach baute direkt nebenan Paul Davidson für seine Projektions-AG „Union“, die erste deutsche Film-Produktion, ein Kinoatelier nach den Plänen von Bruno Buch. Das Atelier ging 1925 an die UFA, die hier unter anderem Der blaue Engel produzierte.

Im April 1945 stürmten russische Truppen die Oberlandstraße in Tempelhof, als Helmut Weiss grade den Film: Sag' die Wahrheit produzierte. Nach 1945 wurden in Tempelhof zunächst sowjetische Spielfilme synchronisiert. Es entstanden aber auch Filme wie die Berliner Ballade. Nach dem Konkurs der UFA wurde dort 1963 die Deutsche Synchron Filmgesellschaft gegründet, die in der Phoenix Film aufgegangen ist und ebenfalls in Tempelhof beheimatet ist. Im Januar 1964 wurde dort die Berliner Union-Film als Studio-Betrieb in Erinnerung an die Produktions-AG „Union“ durch Becker und Kries gegründet.

1968 wurde mit dem Sender Freies Berlin ein Kooperationsabkommen geschlossen. Es realisierte dort viele Kino und Fernsehproduktionen, partiell auch das Hollywood-Musical Cabaret. Das ZDF vergab durch die Nähe zum Flughafen Berlin-Tempelhof an die Union-Film zahlreiche Aufträge wie: Kennzeichen D, Der große Preis oder die ZDF-Hitparade.

Die Studios in Babelsberg (Babelsberg ist ein Stadtteil von Potsdam) stehen weltweit als Synonym für die Medienstadt Babelsberg. Auf einem riesigen Areal innerhalb des Stadtteil, befinden sich das internationale Filmstudio, der Filmpark, (Fotos) der Hauptsitz und Studios des RBB, die Filmuniversität Konrad Wolf, das Babelsberger Filmgymnasium (BFG) und zahlreiche weitere Institutionen und Unternehmen der Medienbranche.

Zu DDR-Zeiten übernahm die staatliche Filmgesellschaft DEFA das Studiogelände und produzierte zahlreiche Filme; Babelsberg wurde im Volksmund auch als „Honnywood“ bezeichnet (die Verknüpfung von Hollywood und Erich Honecker).

Nach der Wende wurde mit enormem Investitionsaufwand die Medienstadt errichtet. Das unter dem Namen Studio Babelsberg bekannte Filmstudio ist heute der älteste und größte Studiokomplex Europas. Hier werden sowohl Fernsehserien und Seifenopern wie Gute Zeiten, schlechte Zeiten oder Schloss Einstein als auch die großen nationalen und internationalen Kinofilmproduktionen wie Sonnenallee und Boxhagener Platz, Der Pianist, oder Operation Walküre – Das Stauffenberg Attentat verwirklicht. Allein im Jahr 2007 entstanden hier neun Hollywood-Produktionen. Quelle: Wikipedia, Berliner Union-Film.

 

Von den kleinen und großen Produktionen sollen hier in einer Serie einige Originalschauplätze gezeigt und vorgestellt werden.

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