Gedenkort für die Euthanasie-Morde

Unter dem Decknamen „Aktion T4“ wurden in den Jahren zwischen 1940 und 1945 die sogenannten Euthanasie-Morde begangen. In der Berliner Tiergartenstraße 4, dort wo heute die Berliner Philharmoniker in ihrem Prachtbau Konzerte geben, stand die Planungszentrale der Nazis. Heute erinnert eine 24 Meter lange blaue Wand an die Tötung von 300.000 Menschen, die damals geplant und koordiniert gemordet wurden, weil sie krank oder behindert waren.

Die künstlerische Gestaltung wurde von Ursula Wilms zusammen mit Nikolaus Koliusis und Heinz W. Hallmann übernommen. Sie haben ihr Werk „Gegenüber“ genannt. Wissenschaftler der Technischen Universität München haben historische Inhalte für das Informationspult mit Texten und Bildern hinzugefügt. 3.000 Krankenakten von Opfern der „Euthanasie“-Morde wurden dabei historisch aufgearbeitet. Die feierliche Eröffnung des Gedenkortes war im September 2014 und ist seitdem für die Öffentlichkeit zugänglich. Text und Foto: Klaus Tolkmitt.

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