Der U-Bahnhof Eberswalder Straße (früher Dimitroffstraße und Danziger Straße) ist eine Hochbahnstation der Berliner U-Bahnlinie U2 im Ortsteil Prenzlauer Berg. Er befindet sich an dem Knotenpunkt Danziger/Eberswalder Straße, der Straßenzug Kastanien-/Pappelallee und die Schönhauser Allee. Der Bahnhof wurde im Juli 1913 dem Verkehr übergeben.

Im Jahr 1905, drei Jahre nach Inbetriebnahme der ersten Hochbahnstrecke Berlins forderte die damals noch selbstständige Landgemeinde Pankow einen Anschluss an das Netz. Nach Ausarbeitung eines konkreten Linienverlaufs wurde im März 1910 die Genehmigung zum Weiterbau der Centrumslinie vom U-Bahnhof Spittelmarkt aus über den Alexanderplatz und entlang der Schönhauser Allee bis zum Nordring genehmigt. Nach rund zweijähriger Bauzeit konnte der Abschnitt Alexanderplatz–Nordring dem Verkehr übergeben werden.

Der Bahnhof befindet sich auf dem Mittelstreifen der Schönhauser Allee und verfügt über einen Mittelbahnsteig mit zwei Abgängen. Von dem 110 Meter langen Bahnsteig ist die südliche Hälfte mit einer Halle versehen, später wurde das Nordende ebenfalls mit einer einstützigen Dachkonstruktion abgedeckt. Die Halle ist in genieteter Stahlbauweise erstellt worden und in Grün gehalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Ausbesserung der damit verbunden gewesenen Schäden wurden Bahnhof und Straße 1950 in Dimitroffstraße – nach dem bulgarischen Ministerpräsidenten Georgi Dimitroff – umbenannt. Hinzu kam noch eine Gedenktafel für den 1949 verstorbenen Politiker.

Nach der Wende entfachte die Diskussion darüber, ob die Straße samt U-Bahnhof nicht umbenannt werden sollte. Während der Bezirk Prenzlauer Berg sich gegen die Rückbenennung in Danziger Straße aussprach, befürwortete der Berliner Senat die Umbenennung. Die Berliner Verkehrs-Betriebe (BVB), die sich an den Beschluss ebenfalls zu halten hatten, gingen daher schon 1990 den Umweg und benannten die Station kurzerhand nach der Eberswalder Straße, der westlichen Verlängerung der Dimitroff-/Danziger Straße. Der Name setzte sich nur langsam durch, zum Teil reden die Leute im Ortsteil heute immer noch vom „U-Bahnhof Dimitroffstraße“. Quelle: Wikipedia, Foto: Klaus Tolkmitt

 

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