Der S-Bahnhof Berlin Westkreuz stellt die Verbindung zwischen der Stadtbahn und der Berliner Ringbahn her. Der 1928 eröffnete Bahnhof liegt im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und dort im Ortsteil Charlottenburg an den Grenzen zu den Ortsteilen Halensee, Westend und Grunewald und wird überwiegend zum Umsteigen genutzt.

Im Bahnhof kreuzen oder enden die Bahnen S 5 Straußberg - Spandau, die S 7 Ahrensfelde - Wannsee, die S 46 Königs Wusterhausen - Westend, die S 75 Wartenberg - Westkreuz, sowie die Ringbahnen S 41 und S 42.

Der Bahnhof ist als Turmbahnhof konstruiert und bietet dadurch sehr kurze Umsteigewege in alle Richtungen. Sein Empfangsgebäude mit integriertem Turmstellwerk wurde aus statischen Gründen im Nordwest-Winkel des Bahnhofskreuzes platziert.

Der Bahnsteig der Ringbahn liegt vollständig in einer 161 × 22 Meter großen Halle, darunter liegen die beiden Bahnsteige der Stadtbahn, die auf fast der ganzen Länge überdacht sind.

Nach Problemen mit dem Untergrund, der hier aus einer sandgefüllten eiszeitlichen Schmelzwasserrinne besteht, begann 1968 ein großes Sanierungskonzept. Die Halle wurde hydraulisch angehoben und mit neuen Fundamenten versehen. Diese Arbeiten zogen sich bis 1976 hin. Nachdem 1989 nach der Wende mit dem Wiederaufbau der Ringbahn begonnen wurde, stellte der Berliner Senat einen besonders großen Sanierungsbedarf beim Bahnhof Westkreuz fest. Das Empfangsgebäude und das Stellwerk wurden abgerissen und der Bahnhof erhielt Rolltreppen und Aufzüge.

Ende 1993 wurde der erste Teilabschnitt der Ringbahn in Betrieb genommen und das Westkreuz konnte wieder seine ursprüngliche Funktion erhalten. Fotos: Klaus Tolkmitt

 

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