Die Siegessäule im Berliner Tiergarten

Kaum eine Postkarte von Berlin kommt ohne das Motiv der am Großen Stern im Tiergarten stehenden Siegessäule aus. Die insgesamt 67 Meter hohe Säule wurde als Symbol für das siegreiche Preußen nach den Kriegen gegen Dänemark im Jahre 1864, gegen Österreich 1866 und gegen Frankreich 1870 und 1871 errichtet.

Kaiser Wilhelm I. wollte mitten in Berlin ein Symbol für siegreiche Schlachten erbauen lassen und beauftragte deshalb Johann Heinrich Strack mit dem Bau der Siegessäule. Zur Fertigstellung im Jahr 1873 erreichte die Säule eine Höhe von 51 Metern. Den aus rotem Granit gefertigten Sockel der Säule zieren Reliefs mit Szenen aus den Befreiungskriegen zwischen 1813 und 1815 gegen die Truppen des napoleonischen Frankreichs.

Auf der Spitze der Säule thront eine goldene Statue der Siegesgöttin Victoria, die mit einem Lorbeerkranz geschmückt ist und die acht Meter hoch und etwa 35 Tonnen schwer ist. Auch die Siegesgöttin wurde in Gedenken an den Sieg im Deutsch-Französischen Krieg angefertigt. Von den Berlinern wird die Statue liebevoll die "Goldelse" genannt.

Ursprünglich wurde die Siegessäule auf dem Platz der Republik vor dem Reichstag aufgebaut. Aufgrund der von Albert Speer beabsichtigten Neubauten in der geplanten Welthauptstadt Germania wurde die Siegessäule von den Nationalsozialisten an ihren heutigen Standort am Großen Stern verschoben und gleichzeitig um acht Meter erhöht. Wenn man heute auf die Aussichtsplattform der Säule gelangen möchte, muss man zunächst den Tunnelgang zur Mitte des Großen Sterns durchqueren und dann die 285 Stufen zur Plattform hinaufsteigen. Von dort oben kann man einen wunderschönen Blick genießen über den Tiergarten, das Botschaftsviertel, die Straße des 17. Juni, das Brandenburger Tor, den Reichstag bis zum Potsdamer Platz. Quelle: Wikipedia. Fotos: Klaus Tolkmitt Foto oben: Die Siegessäule am Großen Stern, Foto Mitte: Blick von der Siegesäule auf die Straße des 17. Juni. Foto unten: Blick von der Siegesäule auf den Potsdamer Platz.

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