Der Ritterhof ist ein denkmalgeschütztes Bauwerk in der Ritterstraße 11 (nach mittelalterlichen Rittern benannt) im Berliner Ortsteil Kreuzberg und einer der letzten erhalten gebliebenen Gewerbehöfe im einstigen „Rollkutscherviertel“.

Die verkehrsgünstige Lage zwischen Anhalter- und Görlitzer Bahnhof führte zu zahlreichen Gewerbeansiedlungen, die ein hohes Transportaufkommen mit der Pferdekutsche nach sich zog. Aus diesem Grund wurde der Kiez um die Ritterstraße im Volksmund auch als „Rollkutscherviertel“ bezeichnet.

Heute zeugen nur noch der Ritterhof sowie das Pelikan-Haus nebenan vom einstigen Glanz der Straße. Der Gebäudekomplex wurde in den Jahren 1905 und 1906 gebaut und wechselte in den folgenden Jahrzehnten mehrmals den Besitzer. 1990 wurde das Gebäude von der Johann Jeserich AG umfangreich restauriert. Dabei wurde auch die auffällige Straßenfassade erneuert, die mit dunklen, schwarz-rötlich schimmernden Glasurklinkern verblendet ist. Die Innenhöfe sind mit typisch weißen Glasurklinkern ausgestaltet, damit Tageslicht in die Produktionsräume reflektiert wurde. Auffälliges Detail an der Straßenfassade ist ein in einer Nische aufgestellter Ritter, der einen Bezug zur Ritterstraße herstellen soll. Quelle: Wikipedia, Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

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