König Friedrich Wilhelm I. aus dem Haus Hohenzollern wurde am 14. August 1688 in Berlin geboren und starb am 31. Mai 1740 in Potsdam. Er war von 1713 bis zu seinem Tod König in Preußen und Markgraf von Brandenburg Er trägt den Beinamen „Soldatenkönig“.

Friedrich Wilhelm richtete sein Augenmerk auf den Aufbau Brandenburg-Preußens als unabhängige Militärmacht, schuf ein umfassendes Staatsfinanzwesen und führte straffe Sparmaßnahmen am preußischen Hofe ein.

Friedrich Wilhelm wurde als Sohn des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III. und der hannoverschen Prinzessin von Braunschweig-Lüneburg Sophie Charlotte geboren. Friedrich Wilhelm war der ersehnte Thronfolger, da sein älterer Bruder Kurprinz Friedrich August bereits 1686 verstorben war.

1704 wurde der sechzehnjährige Kronprinz für volljährig erklärt. Im selben Jahr ließ er für 23.000 Taler sein Schloss Wusterhausen ausbauen und bezog es jährlich von Ende August bis Anfang November als Hofresidenz. Das verwahrloste Gut Wusterhausen machte er innerhalb von zehn Jahren zu einem sich selbst tragenden Musterbetrieb. In dem kleinen Städtchen Wusterhausen (südöstlich von Berlin) probierte er im Kleinen, was er später im Großen tat. Seine Art zu regieren, zu verwalten und zu kommandieren wurde hier geprägt.

Ein Jahr später wurde Friedrich Wilhelm 1705 zum Bürgermeister von Charlottenburg ernannt. Zwei Bildungsreisen nach Holland im Herbst 1700 und im Winter 1704/1705 erweiterten seinen Horizont. So verstärkten die Reisen seine puritanisch-bürgerlich geprägte Sichtweise und prägten seinen architektonischen Geschmack nachhaltig. Spätere Bauten des Königs, wie das Holländische Viertel in Potsdam, sind von seiner Zeit in Holland geprägt. Im Juni 1706 erfolgte die Verlobung mit Sophie Dorothea, die er am 14. November 1706 in Cölln an der Spree heiratete.

Durch den 30-jährigen Krieg war Preußen stark entvölkert. Friedrich Wilhelm brauchte aber verlässliche Arbeitskräfte. So fanden immer mehr Exulanten aus Böhmen in Berlin und Rixdorf (heute Berlin-Neukölln) eine neue Heimat. 350 Exulanten fanden im Böhmischen Dorf eine neue Heimat. Der König schenkte ihnen 9 Doppelhäuser für 18 Familien. In den dazu gehörigen Scheunen befanden sich sogenannte Einliegerwohnungen für „Arbeitsmänner“ und ihre Familien. Er gewährte den Exulanten auf viele Jahre weitere Privilegien wie das Recht auf eigene Gerichtsbarkeit, ein eigenes Schulzenamt (Bürgermeisteramt), Befreiung vom Militärdienst und Steuerfreiheit. Zur Erinnerung an diese Zeit steht sein Denkmal noch heute in Rixdorf. Nach seinem Tod findet er zunächst in der Potsdamer Garnisonkirche seine letzte Ruhe. Der Sarg wurde nach dem II. Weltkrieg auf die Burg Hohenzollern überführt und kehrte von dort 1991 nach Potsdam in das Mausoleum an der Friedenskirche zurück. Quelle: Wikipedia, Foto: Klaus Tolkmitt

 

 

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