Gleich um die Ecke vom Check Point Charlie steht in der Mauerstraße am Bethlehem-Kirchplatz in Berlin-Mitte unübersehbar eine 11-Meter hohe Skulptur. Der "Houseball" von Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen (entstanden 1995-97) wurde als "drop sculpture" konzipiert: Die inhaltliche Dimension des Kunstwerks - Migration, Flucht und Wanderschaft - soll sich darin manifestieren.

Die Skulptur ist annähernd kugelförmig und stellt ein Bündel Hausstand dar und enthält verschiedene Möbel und andere Gegenstände. Sie ist in knallbunten Farben gehalten und kann stilistisch der für Oldenburg typischen Pop Art zugeordnet werden.

Houseball stellt symbolisch den Hausstand eines Exilanten dar und nimmt direkt Bezug auf das Relief „Böhmische Einwanderer“ am Denkmal Friedrich Wilhelms I. in Berlin-Neukölln und das Bündel, welches dort von einer Frau getragen wird. Zugleich symbolisiert es den Toleranzgedanken des preußischen Herrscherhauses und das Leid der evangelischen Exilanten aus Böhmen, die 1737 in ihrer Heimat aufgrund ihres Glaubens vertrieben wurden und sich in Böhmisch-Rixdorf (heute Neukölln) mit der Erlaubnis Friedrich Wilhelms I. niederließen. Quelle: Wikipedia, Foto: Klaus Tolkmitt

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