Sportpalast weicht Sozialpalast

Eine Wohnanlage der besonderen Art ist das „Pallasseum“ in Berlin-Schöneberg in der Pallasstraße, nahe der Potsdamer Straße. 1977 wurde die Anlage am Kleistpark mit über 500 Wohnungen für 2000 Menschen errichtet. Selbst ein Hochbunker aus dem 2. Weltkrieg ließ die Architekten nicht davon abbringen, die Anlage zu vollenden.

Die Zivilschutzanlage aus Beton, die nach dem Krieg trotz mehrerer Sprengversuche nicht zum Einsturz zu bringen war, wurde einfach mit noch mehr Beton überbaut. So wurde aus dem Areal, wo einst der berühmte Berliner Sportpalast stand, der „Sozialpalast“. Erst seit 2001 trägt die Wohnanlage offiziell den Namen „Pallasseum“. Ein Bewohnerwettbewerb hatte zur Umbenennung des Komplexes geführt, um von der ehemaligen Bezeichnung „Sozialpalast“ wegzukommen. Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

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