Ausstellung im Blinden-Museum

Die Erfindung der „sechs Punkte“ sind nicht Zahlen für den Jackpot im Lotto, sondern „sechs Richtige“ für Blinde zur Bewältigung ihrer Umwelt. Alles Interessantes über die Blindenschrift zeigt in einer Ausstellung das Deutsche Blinden-Museum in der Steglitzer Rothenburgstraße 14.

Das Blinden-Museum widmet sich der Geschichte des Blinden- und Sehbehindertenwesens in Deutschland. Auf 100 Quadratmeter Museumsfläche finden sich Fotos, Gemälde und Geräte sowie Blindenhilfsmittel aus zwei Jahrhunderten. Sie belegen damit sozialgeschichtliche, pädagogische und integrative Aspekte des Blindenwesens. Sehende haben die Möglichkeit, sich in einem kleinen Versuchsraum an einer Blindenschreibmaschine zu versuchen oder können Spiele ausprobieren, die speziell für Blinde entwickelt worden sind.

Von Karl Wulff gegründet 1890 als „Königliche Blindenanstalt zu Steglitz“, wurde das Museum in seiner Geschichte mehrmals geschlossen und wieder geöffnet. Seit 1983 gibt es nun aber immer wieder Sonder-Ausstellungen, wie die von dem 16-jährigen Franzosen Louis Braille, der 1825 mit den sechs Punkten eine neuartige Schrift ausgetüftelt hat, die das Leben blinder Menschen revolutioniert.

Das Museum ist jeden Mittwoch von 15:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Eine offene Führung findet jeden 1. Sonntag im Monat um 11 Uhr statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei - Spende erbeten. Text und Foto: Klaus Tolkmitt Mehr Informationen gibt es hier: www.blindenmuseum-berlin.de

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