Ein Spaziergang durch den Volkspark Rehberge

Unweit des Afrikanischen Viertels im Berliner Bezirk Wedding, finden Spaziergänger, Jogger und Radfahrer im Volkspark Rehberge ideale Bedingungen für erholsame Stunden mitten in einer grünen Oase. Grünflächen, Liegewiesen, ein Tiergehege sowie Sport- und Spielplätze wechseln sich in dem 70 Hektar großen Park mit Waldflächen ab. Im Möwensee lassen sich Schildkröten beobachten und eine Freilichtbühne bietet im Sommer abwechslungsreiches Open Air Kino. http://www.freiluftkino-rehberge.de/

Im benachbarten Freibad Plötzensee kann man im Sommer schwimmen oder Tretboot fahren und im Winter dürfen Kinder und Erwachsene gleichermaßen einen Rodelberg hinuntersauen. Der Park wurde in den Jahren 1922–1929 von Stadtgartendirektor Erwin Barth gestaltet. Vor dem ersten Weltkrieg plante der Hamburger Tierhändler und Zoodirektor Carl Hagenbeck hier eine Anlage mit afrikanischen Tieren aus den damaligen Kolonien des Kaiserreichs. Später war davon aber keine Rede mehr. Seit 1953 sind Teile des Volksparks als Landschaftsschutzgebiet geschützt.

Der Park entstand in einer eiszeitlichen Landschaft aus Flugsanddünen und einer eiszeitlichen Rinne, dem Langen Fenn. Im Rahmen der Parkgestaltung wurde diese Rinne in eine Kette aus drei Seen umgestaltet: den größeren Möwensee, den kleineren Sperlingssee und den mit dem Sperlingssee verbundenen Entenpfuhl.

Prägendes Element des Parks sind mehrere große Wiesen. Die größte Wiese wird umgangssprachlich wegen der an ihrem Rande aufgestellten Ringerskulptur auch „Catcherwiese“ genannt. Das geschwungene Wegenetz des durch 30 Eingänge erschlossenen Parks beträgt 24 Kilometer und lädt dazu ein, mehrmals in den Park zu kommen, um alles kennenzulernen. Denn neben dem Stadion, in dem der BSC Rehberge spielt, gibt es da auch noch den Rathenau-Brunnen zu entdecken. Gut zu erreichen ist der Volkspark mit öffentlichen Verkehrsmitteln. In der Müllerstraße hält die U-Bahn an der Station „Rehberge“. Von dort sind es über die Otawistraße nur wenige Meter zur grünen Lunge Berlins. Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

Fotos von oben nach unten: Der Möwensee, das Freiluftkino Rehberge, Schildkröten im Möwensee, die "Catcherwiese"

 

 

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