Auf Schusters Rappen durch Berlin

Dieser Winterspaziergang, der sich natürlich auch im Sommer durchführen lässt, beginnt und endet an der S-Bahn-Station „Mexikoplatz“ im Bezirk Steglitz-Zehlendorf. Die Bahnhofshalle ist ein Schmuckstück aus der Jugendstilzeit und mündet auf den Bahnhofsvorplatz mit seiner gepflegten Grünanlage und den zwei Wasserfontänen. Hier findet samstags ein kleiner, feiner Wochenmarkt statt, im Frühjahr und Herbst ein Kunstmarkt und zur Adventszeit ein Weihnachtsmarkt.

Der Spaziergang beginnt an der Argentinischen Allee, die die zentrale Verkehrsachse durch Zehlendorf-West ist. Hier entstand nach der Wende zum 20. Jahrhundert eine Villenkolonie.

Nach 400 Metern auf der Argentinischen Allee geht links der Erdmann-Gräser-Weg ab, auf dem man an den um 1900 künstlich angelegten Waldsee und zur Goethestraße im Dichterviertel gelangt. Viele der Stadtvillen stehen heute unter Denkmalschutz. Der Goethestraße rechts folgend kommt man nach 350 Metern zur Fischerhüttenstraße. Dort kurz 100 Meter rechts und dann links in die großzügige romantische Parkanlage. Vorbei am kleinen See auf dem Hauptweg bleibend kommt man im nördlichen Teil der Anlage in die „Waldsiedlung“. Sie wurde 1937 als SS-Kameradschaftssiedlung gebaut. Der Parkweg mündet in den Lindenfelserweg, über den nach einigen hundert Metern die „Krumme Lanke“ erreicht ist. An der Badestelle, etwa auf Höhe der Seemitte, hat man einen guten Überblick über die Größe des Sees. Links, Richtung Süden, führt der schöne Uferweg rund 1000 Schritte zur „Fischerhütte“ am Schlachtensee. Restaurant und Biergarten laden zur Einkehr ein. Doch Achtung, auf dem Winterspaziergang war der heiße Glühwein nicht gerade preiswert. Vier Euro für ein warmes Getränk ist ein stolzer Preis.

Im Sommer ist der Biergarten dagegen ein beliebter Treffpunkt für Wanderer und Ausflügler. Wer noch genug Kondition hat, kann nun den Rundgang um den Schlachtensee antreten. Rund 6,5 Kilometer lang ist die gut begehbare Strecke direkt am See entlang. Der schnellste Weg zurück zum Mexikoplatz führt dagegen ab Fischerhütte über Elvirasteig und Limastraße. Am S-Bahnhof endet der etwa 4 Kilometer lange Rundweg. Fotos: Klaus Tolkmitt

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